GATES KORRIGIERT KOMMISSIONIERFEHLER DORT, WO SIE DIE GERINGSTEN KOSTEN VERURSACHEN: AM KOMMISSIONIERPLATZ

Im Gates-Distributionszentrum in der Nähe von Gent, Belgien, sind die Kommissionierfahrzeuge mit RAVAS-Wiegegabeln ausgestattet. Das Gewicht-Terminal rechnet das zusätzliche auf die Gabeln wirkende Gewicht in eine Anzahl von aufgenommenen Artikeln um und zeigt diese Zahl auf dem Display an. Dies hilft dem Kommissionierer dort Kommissionierfehler zu korrigieren, wo sie die geringsten Kosten verursachen: am Kommissionierplatz. Hierdurch konnte Gates erhebliche Kosteneinsparungen erzielen.

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"Wir haben die Fehlerquote unserer Kommissionierung bereits von 2000 ppm auf 800 ppm reduziert, das Stammhaus in den USA fordert jedoch eine Fehlerquote von möglichst 0 ppm. Daher möchten wir unseren Mitarbeitern die entsprechenden Werkzeuge an die Hand geben, um diese Fehler zu vermeiden."

Natacha Claessens, Lagermanagerin im Gates Distribution Center

100 Jahre Erfahrung im kraftvollen Fortschritt

Die Gates Corporation ist ein US-amerikanischer Hersteller von Produkten zur Kraftübertragung mit über 100 Jahren Unternehmensgeschichte. Das Unternehmen realisiert mehrere Milliarden Dollar weltweiten Umsatz in den Bereichen Riemenantriebe, Industrieschläuche und Hydraulikanschlüsse. Diese Produkte kommen in der Automobilbranche, der Öl- und Gas-Branche sowie vielen weiteren Branchen als Erstausstattungsprodukte oder Nachrüstprodukte zum Einsatz.

In der Nähe von Gent in Belgien betreibt Gates, nicht unweit voneinander entfernt, zwei Distributionszentren. Von diesen Distributionszentren aus versendet Gates die Bestellungen der Kunden in ganz Europa. Natacha Claessens ist die Lagermanagerin: "Unsere zwei Distributionszentren versenden täglich etwa 400 Aufträge. Das entspricht in etwa 8.500 Auftragspositionen bzw. 50 Tonnen an Waren pro Tag. Um diese Leistung aufrechtzuerhalten, ist das größte der beiden Distributionszentren an fünf Tagen in der Woche in drei Acht-Stunden-Schichten rund um die Uhr in Betrieb."

"Hinzu kommt, dass die Logistik sehr kompliziert ist. Da wir sowohl an Distributoren als auch an Endkunden und Werkstätten liefern, variieren die Aufträge von kleinen Paketen bis hin zu ganzen Lkw-Ladungen."

Jeder Kommissionierfehler entspricht EUR 125 an zusätzlichen Kosten

Wie bei jeder umfangreichen Kommissionierung sind Kommissionierfehler ein ständig angegangenes Problem. Die höchste Managementebene von Gates verlangt daher von den Distributionszentren eine Reduzierung der Fehlerquote. "Kommissionierfehler sind ein kostspieliges Problem. Nicht nur aufgrund der geringeren Kundenzufriedenheit, sondern auch aufgrund der sehr realen Kosten: Wir haben berechnet, dass jeder Kommissionierfehler – durch zusätzlichen Versand und zusätzliche buchhalterische Abwicklung – Kosten in Höhe von EUR 125,- verursacht."

"Wir haben die Fehlerquote auf Auftragspositionsebene bereits auf 800 ppm reduzieren können, das Stammhaus in den USA fordert jedoch eine Fehlerquote von möglichst 0 ppm. Daher möchten wir unseren Mitarbeitern die Werkzeuge an die Hand geben, um Fehler zu vermeiden. Das mobile Wiegesystem von RAVAS ist ein solches Werkzeug."

            

Erhebliche Kosteneinsparungen durch Überprüfung des Gewichts der Auftragspositionen.

Bei Gates sind die Kommissionierfahrzeuge von STILL mit RAVAS-Wiegegabeln und einem intelligenten Touchscreen-Gewicht-Terminal ausgerüstet. Dieses Terminal verfügt über eine Datenbank mit den Stückgewichten aller Artikel in den Distributionszentren. Nachdem der Kommissionierer die Artikel der Auftragsposition entnommen und auf die Palette auf den Wiegegabeln geladen hat, scannt er den Strichcode des Produkts. Dieser Strichcode-Scan identifiziert den Artikel innerhalb der Datenbank. Das Gewicht-Terminal verwendet nun das Stückgewicht des Artikels, um das zusätzliche auf die Gabeln wirkende Gewicht in eine Anzahl von aufgenommenen Artikeln umzurechnen. Diese Zahl zeigt es anschließend auf dem Display an. Auf diese Weise kann der Kommissionierer prüfen, ob er die richtige Anzahl Artikel entnommen hat. Mögliche Fehler werden so dort korrigiert, wo sie die geringsten Kosten verursachen: am Kommissionierplatz.

Natacha Claessens: "Unser Einsatz der Wiegesysteme basiert auf der Annahme, dass wir erhebliche Kosteneinsparungen erzielen werden – nicht nur aufgrund geringerer Kommissionierfehler, sondern auch, weil wir keine Endprüfungen mehr benötigen. Diese werden derzeit nämlich von 1,5 FTEs durchgeführt, die so anderweitig produktiv eingesetzt werden können. Hierdurch sparen wir jährlich zusätzlich EUR 60.000, -."

Wiegesysteme gehen gemeinsam mit Red Prairie Dispatcher online

Das Projekt mit den mobilen Waagen bietet noch reichlich Raum für Optimierung. "Derzeit agiert das Wiegesystem noch autark. Wir verwenden Handheld-Geräte für die Kommunikation mit den Kommissionierern. Im nächsten Schritt soll das Gewicht-Terminal dann unmittelbar mit unserem Lagerverwaltungssystem Dispatcher über WLAN kommunizieren können. Die benötigte Hardware ist in den Gewicht-Terminals bereits vorhanden. Schlussendlich wird dann nahezu jedes Kommissionierfahrzeug unserer Flotte mit einem Online-Wiegesystem ausgerüstet.

"Unsere Zusammenarbeit mit RAVAS ist erfolgreich, wir arbeiten sehr gut zusammen. Innerhalb dieses Projekts haben wir schon ein recht beträchtliches Entwicklungsprogramm durchlaufen. Alle unsere Wünsche und Anforderungen werden berücksichtigt. Wir merken deutlich, dass RAVAS ein Partner ist, der mit uns mitdenkt."